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Elternseminar zum Thema "Notfälle bei Säuglingen und Kindern mit praktischen Übungen"


Am 15.06. fand unser zweites Elternseminar statt, diesmal mit dem Thema "Notfälle bei Säuglingen und Kindern mit praktischen Übungen – Hands on: „Werde zum Schutzengel“".

Referent Ralf Huth (Oberarzt der Sektion Pädiatrische Intensivmedizin im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin).
Referent Ralf Huth (Oberarzt der Sektion Pädiatrische Intensivmedizin im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin).

Unser zweites Elternseminar „Notfälle bei Säuglingen und Kindern mit praktischen Übungen – Hands on: „Werde zum Schutzengel“ fand am 15.06.2019 in der Mainzer Volksbank statt. Wir sind glücklich über die zahlreiche Teilnahme und über das Interesse des WDR, der uns durch die Veranstaltung begleitete. Die Ausstrahlung der Reportage erfolgt Mitte September. Natürlich werden wir diesen Film gerne auf die Homepage stellen.

Nach den Eingangsworten von Herrn Huth, ehemals Leiter der Intensivstation des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin Mainz, und Herrn Jost, Marketingleiter der Mainzer Volksbank, wurde die Veranstaltung mit einem Eingangsfilm zum Thema Notfälle in der Kinder- und Jugendmedizin von Kruschel TV begonnen.

Fazit unserer Veranstaltung zusammengefasst in einem Zitat unseres erfahrenen Notfallmediziniers, Herrn Huth:

Leben retten geht nur, wenn alle zusammenarbeiten – das Team zählt.

Herr Huth erklärt dies mit seinem Team. Mitgebracht hat er die kleine Annabell, 8 Jahre, ihren Papa, Dr. Christian Hülstrunk, erfahrener Intensivmediziner und Katharina Engmann, Intensivkrankenschwester im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin. Herr Hülstrunk erklärt unseren Eltern einen Notfall in der Alltagssituation: Er geht mit seiner Tochter Annabell spazieren und trifft auf den kleinen Tim (in unserem Fall eine Übungspuppe) am Boden liegend in einer Notsituation – was ist zu tun? Annabell erklärt den Zuschauern die wichtigen Schritte: 1. Hilfe rufen – jeder hat heute ein Handy zur Hand – Telefonnummer 112. Puls kontrollieren und gleichzeitig beginnt sie die Reanimation. Annabell erklärt den Eltern: „Drücken, da wo die Brustwarzen sind“ 30 Mal drücken in gleichmäßigem Rhythmus unterhalb des Brutkorbs. Wichtig dabei ist die Kontinuität: Annabell und ihr Papa wechseln sich ab, so dass die Reanimation fortgeführt wird, bis die Rettung vor Ort ist. Unsere Teilnehmer können anhand der Übungspuppe „Tim“ verfolgen, dass die Reanimation eines Menschen unabhängig vom Alter des Rettenden vorgenommen werden kann.

 

Anschließend konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter der Anleitung von Frau Engmann selbst eine Reanimation an den Übungspuppen durchführen. Dabei entwickelten sie schnell das Gefühl für die Intensität und den Rhythmus, der für eine Reanimation wichtig ist.

Was ist zu tun bei Verbrennungen, Fieberkrampf oder einem anaphylaktischem Schock? Wie gehe ich mit starkem Hustenreiz, Pseudokrupp um? Herr Huth beantwortet reihum alle Fragen der Eltern. Und auch hier hat Herr Huth eine wichtige Regel für alle Notfälle:  Ruhe bewahren und Ruhe ausstrahlen auf die Kinder, auch wenn es schwerfällt.