1. Nationale Impfkonferenz

5. bis 7. März 2009, Rheingoldhalle in Mainz

Das Land Rheinland-Pfalz war mit der Durchführung der 1. Nationalen Impfkonferenz im Frühjahr 2009 beauftragt. Die Stiftung »Kinder.Gesundheit.Mainz« am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz unterstützt das Land bei der wissenschaftlichen Vorbereitung und der Organisation der Konferenz. Die 1. Nationale Impfkonferenz stand unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler. 

Ankündigung der Konferenz:
»Impfschutz im Dialog - ein gemeinsames Projekt«

Zum ersten Mal werden namhafte Vertreter aus der Wissenschaft ihreErfahrungen zum Thema Impfen im Rahmen einer nationalen Konferenz darstellen,austauschen und den Dialog mit Verantwortlichen aus Gesundheitswesen undGesundheitspolitik suchen. Auch kritische Stimmen zum Thema Impfen werden zu Wort kommen. 

Die 1. Nationale Impfkonferenz soll sich auf gemeinsame Impfstrategien verständigen und Empfehlungen formulieren, damit Eltern auf der Basis umfassender Informationen vernünftig entscheiden können.
Das Infektionsschutzgesetz weist den obersten Landesgesundheitsbehörden und der zuständigen oberen Bundesbehörde die verantwortliche Rolle beim Thema Impfaufklärung und Impfförderung zu. International betonen Experten, wie wichtig ein regelmäßiger Austausch von Informationen und Konzepten innerhalb aller Fach- und Interessengruppen ist, um nachhaltige und erfolgreiche Impfkonzepte zu entwickeln und umsetzen zu können. Bisher gibt es keine vergleichbare bundesweite Expertenveranstaltung. Auf Antrag des Landes Rheinland-Pfalz hat daher die 80. Gesundheitsministerkonferenz im Juli 2007 beschlossen, dass alle zwei Jahre eine Nationale Impfkonferenz stattfinden soll.  

Die Nationale Impfkonferenz soll Plattform sein für die Darstellung und Diskussion unterschiedlicher Erfahrungen und Sichtweisen. Bundesweit sollen wirksame Impulse gegeben und gemeinsame Ziele und Konzepte entwickelt werden. Die Konferenz findet überwiegend in Plenarsitzungen statt, es werden aber auch Diskussionsforen angeboten. Darüber hinaus wird ein vielfältiges Fortbildungsprogramm für Ärztinnen und Ärzte präsentiert.

Themen der Konferenz:

  • Entwicklung von Impfungen
  • Akzeptanz von Impfungen
  • Kommunikation über unerwünschte Arzneimittelnebenwirkungen
  • Impfpolitik und Impfstrategien in Deutschland
  • Abstimmung von Empfehlungen
  • Kostenübernahme für Impfungen
  • Austausch und Umsetzung von Konzepten

Weitere Informationen unter: http://www.nationale-impfkonferenz.de 

Fazit der Konferenz:
»Die 1. Nationale Impfkonferenz - ein großer Erfolg«

Erstmals ist es gelungen, alle für das Impfwesen wichtigen Gruppen aus Gesundheitspolitik, Forschung, Ärzteschaft, öffentlichem Gesundheitsdienst, Impfstoffherstellern, Kostenträgern und auch Vertretern kritischer Stimmen zu einem offenen und konstruktiven Dialog zu versammeln. 

Das Konzept der Konferenz ist aufgegangen: Sie markiert den Startpunkt für eine neue Form der Kommunikation, Planung und Umsetzung von Impfprogrammen in Deutschland. Wenn auch nicht immer ausreichend Raum und Zeit blieben, so hat sich doch gezeigt, dass sie eine Plattform ist, auf der jeder gehört wird. Kein Thema wurde ausgespart. In vielen Punkten ist es gelungen, Klarheit zu schaffen und gemeinsame Interessen zu identifizieren. 

Auch die begleitende sowie die nachfolgende Berichterstattung zeugt von der großen Wirkung der Konferenz als Kristallisationspunkt: Von Mitte Februar bis Mitte März 2009 waren in Google 220.000 Einträge unter dem Stichwort “Nationale Impfkonferenz” zu finden, in Yahoo sogar 310.000. 

Von der 1. Nationalen Impfkonferenz werden wichtige Impulse für die zukünftige Entwicklung der Prävention von Infektionskrankheiten in Deutschland ausgehen. So wurden beispielsweise zum Abschluss erste Ziele und Prioritäten als Empfehlungen für einen “Nationalen Impfplan” formuliert. Der Plan zielt auf eine gemeinsame Impfstrategie der Länder, um einen optimalen Impfschutz der Bevölkerung sicherzustellen. Gesundheitsministerin Malu Dreyer wird einen entsprechenden Vorschlag für einen Nationalen Impfplan in die Gesundheitsministerkonferenz der Länder im Sommer 2009 einbringen. 

Impfen ist eine Investition in die Zukunft. Die Stiftung Präventive Pädiatrie bedankt sich bei allen, die zum Gelingen dieser Tagung beigetragen haben! 

Weitere Informationen unter: http://www.nationale-impfkonferenz.de